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Fazit einer intensiven und schlafarmen Woche Januar 9, 2009

Posted by stefan1103 in Uncategorized.
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Hey Ho,

Nachdem ich gestern über 2h gewartet hatte, wurde ich endlich ins Sprechstundenzimmer eines sehr freundlichen und kompetenten Arztes gerufen. Ich muss dazu sagen, dass ich in Nordhausen noch nie beim Arzt gewesen war und dass ich erstmal bei 6 verschieden Doks anrufen musste um einen zu finden der mich behandelte!! …egal ich bin ja dann doch noch untersucht wurden, mit dem Ergebnis: Angina(eiternde Mandelentzündung) und anfangende Bronchitis. Alles halb so schlimm mir gehts jetzt, unter Medikamenteneinfluss, wieder einiger Maßen okay… hab halt nur derben Husten.

Das Experiment habe ich wie angekündigt abgebrochen, deshalb mein Resümee:
Ich möchte gleich am Anfang sagen, dass ich den Versuch Polyphasic-Sleeper zu werden nicht bereue und es bestimmt bald noch einmal probieren werde.
Die ersten Tage waren eigentlich die aufregendsten für mich, weil ich nicht wirklich wusste was mich erwartet. Ich hatte mit einem andauernden und sehr anstrengenden Kampf gegen die Müdigkeit gerechnet. Aber im Grunde musste ich mir nur die richtigen Beschäftigungen suchen um nicht einzuschlafen. Und da diese nicht die üblichen langweiligen Standartsachen sein durften wie Fernsehen oder Faulenzen, machte ich in den letzten paar Tagen einiges anders als sonst. Wenn ich zum Beispiel eine Aufgabe vor mir hatte, wie Putzplan erledigen, abwaschen, lernen, aufräumen etc. machte ich es sofort und nicht wie immer schnell schnell sonder ehr gründlich. Ich hatte ja Zeit dazu. Ich nahm mir auch bewusst mehr Zeit für alle Tätigkeiten, das soll nicht heißen das ich langsam wie eine Schnecke war, sondern ich habe einiges bewusster und sorgfältiger gemacht. Ich denke das ist auch eine der Erfahrungen ich aus diesem Experiment mit nehmen werde, ich werde mir wieder mehr Zeit für gewisse Aufgeben nehmen.
Das Ziel meines Versuchs war es ja meine Zeit besser zu nutzen und auszuschöpfen. Das habe ich auch geschafft! Die Tage kamen mir ewig lang vor (und das meine ich nicht im negativen Sinne), gut ist auch nicht so schwer wenn man sonst 9-12h und auf einmal nur noch 2h pro Tag schläft. Auch die Zeit des Experimentes kam mir viel länger vor als sie eigentlich war… so gefühlt würde ich sagen das ich ca. eine Woche als Polyphasic-Sleeper gelebt habe, obwohl es nur 4 Tage waren. Ich bin viel motivierter an einige Sachen ran gegangen, nur weil es Spaß gemacht hat etwas zu tun. Und wenn ich dann abends kurz vorm Einschlafen ^^ noch einmal überlegte was ich den Tag so geschafft hatte war das schon ein tolles Gefühl. Das werde ich hoffentlich auch beibehalten, früh auf stehen und erstmal anfangen irgendwas zu machen… es gibt immer was zu tun! „jippi jajaj jippi jippi jiej“ Hornbach lässt grüßen 
Auch fand ich meine morgendlichen Spaziergänge sehr interessant… wenn man Student ist, eröffnet sich dort eine völlig neue Welt… hätte nicht gedacht das so viele Leute früh um 6:30 Uhr auf der Straße sind… Aber trotzdem werde ich in Zukunft zu dieser Uhrzeit dann wohl doch ehr im Bett anzutreffen sein und schlafen.
Ein weiterer positiver Punkt war, dass ich nicht mehr stundenlang im Bett vergammelt habe. Ich musste mir zwangsläufig eine Strategie ausdenken mit der ich sofort aus dem Bett komme wenn der Wecker klingelt. Das klappte während meines Experiments echt super, ich bin immer aufgestanden wenn meine Schlafzeit vorbei war. Das möchte ich nun auch in meinen normalen Alltag übernehmen. Ich werde versuchen nun nur noch 7,5 -8h pro Tag zu schlafen und dann einfach aufstehen wenn der Wecker klingelt, auch am Wochenende oder wenn ich früh keine Vorlesungen oder Termine habe.

Natürlich gab es auch negative Erfahrungen, wie zum Beispiel unkonzentriertes Verfolgen der Vorlesungen oder ständiges wechseln des Wohlbefindens… wobei ich glaube, dass sich diese Dinge beim einem Weiterführen des Experiments einpendeln und reduzieren werden. Schließlich hatte sich mein Körper noch nicht völlig an den neuen Schlafrhythmus gewöhnt.
Negativ war auch das man sich ziemlich genau an die vorgegeben Schlafzeiten halten muss und man dadurch ein bisschen eingeschränkt ist. Aber mit einem ordentlichen Tagesplan ist das auch kein großes Problem (zumindest als Student) und spielte für mich keine große Rolle.
Schlecht ist natürlich auch das ich jetzt krank geworden bin, ob das nur am fehlenden Schlaf lag oder sowieso gekommen wäre kann ich nicht beurteilen. Fakt ist jedoch das der Körper durch den mageren Schlaf weniger Zeit zum regenerieren hat und das Krankheiten dadurch bestimmt bessere Chancen haben das Immensestem fertig zumachen…
Eigentlich wollte ich noch viel mehr schreiben… ich hatte noch so viele Gedanken die ich festhalten wollte, aber die sind im Moment alle weg… schade eigentlich, wenn sie mir einfallen werde ich diesen Artikel noch komplettieren.
Okay, dann lass ich das jetzt erstmal. Auf jeden Fall hat mir dieses Experiment viel Spaß gemacht und wie eingangs schon erwähnt werde ich es bestimmt wiederholen… ich denke aber, dass ich das nächste mal bei wärmeren Außentemperaturen starten werde um zum einen das Krankheitsrisiko zu minimieren und zu anderen mehr Aktivitäten draußen machen zu können… bei dem Glatteis und -20 °C konnte ich ja noch nicht einmal in der Nacht joggen gehen, das hatte ich mir eigentlich fest vorgenommen… naja schade.
Auch möchte ich den Lesern dieses Blogs und allen anderen die mich unterstütz haben danken, vielleicht schreibe ich bei meinem nächsten Versuch auch wieder nen Blog. Hat mir auf jeden Fall viel Freude gemacht hier zu berichten und ich denke das es für euch auch nicht ganz uninteressant gewesen ist.

Also dann machts gut, viele Grüße Stefan!

PS.: wer ist mutter theresa (comments zu „Mich hats erwischt“) ???

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